I like to be alone, but I hate to be lonely

Samstag, Juli 04, 2015

Dieser Post brennt mir schon lange auf der Seele. Auch bei Instagram werde ich oft gebeten, ich soll doch mal über das Allein Verreisen schreiben.

Ich liebe es alleine zu verreisen. Wenn ich entscheiden kann, wo ich hin gehen möchte, was ich sehen möchte. Ja, natürlich bin ich auch schon ein paar Mal in Begleitung unterwegs gewesen. Aber das macht mich nicht so glücklich als wenn ich allein bin. 

Seit 2010, fliege ich einmal im Jahr nach England. Vorher war ich zwar auch oft dort, aber damals hatte ich noch meinen damaligen Freund, der dort gelebt hat. Diese Liebe hat sich irgendwann in Luft aufgelöst, aber nicht die Liebe zu England. Und so habe ich beschlossen, ich möchte weiterhin dort hin reisen. Und wenn ich es allein tun muss.  Dazu muss ich sagen, ich bin wohl der größter Schisser der Welt. Oft steht mir meine Angst auch im Wege. Selbst heut habe ich immer kurz bevor mein Flieger nach LHR geht, ein wenig Panik es könnte dort irgendetwas passieren. 

London ist eine wunderbare Stadt, in die man ausgezeichnet auch alleine reisen kann. Die Engländer sind solch liebenswerte Menschen. Ich bekomme in 4 Tagen London dort mehr Komplimente als im ganzen Jahr hier in Deutschland.



Was mich in den letzten Tagen sehr beschäftigt ist die Frage: 

Wann ist man alleine und wann ist man bereits einsam?

Ich bin gerne alleine, sehr gerne sogar. Wenn ich heut zurückdenke, war ich als Kind schon gerne alleine. Ein Aussenseiter soll ich gewesen sein. Heut weiß ich das ich das so wollte. Es lag nicht daran, das mich niemand möchte, sondern das ich einfach gerne für mich war.

Ein anderes Problem, wieso ich mich heute einsam fühle, ich bin nicht gut darin Freundschaften aufrecht zu erhalten. Ich möchte niemanden auf die Nerven gehen und daher ziehe ich mich immer wieder von lieben und netten Menschen zurück. Ich habe kein Problem damit neue Leute kennenzulernen und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Aber das was daraus entsteht zu pflegen, nein, das kann ich nicht. Wenn sich ein Kapitel in meinem Leben schliesst, schließe ich mit allem ab, was in diesem Kapitel war. Auch mit den Menschen die dort eine Rolle spielten.

Allein sein ist schön, einsam sein einfach nur grausam.

 Oft sitze ich in der Stadt beim Kaffee und denke mir, wie schön es wäre wenn jetzt jemand dabei wäre mit dem ich Ratschen und Tratschen könnte. An diesen lauen Sommerabenden denke ich mir, wie schön es wäre, wenn ich irgendwo mit Leuten im Biergarten sitzen würde und das Leben feiern könnte. 

Ich mag jetzt nicht weiterjammern. Ich versuche mein Leben jetzt so zugenießen wie es ist. Bald geht es für mich allein eine Woche nach Südtirol und ich freue mich schon wahnsinnig drauf.


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